Pfarreiengemeinschaft

Wupperbogen-Ost

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AKTUELLE MITTEILUNGEN STAND 27.03.2020 - Aktualisierungen sind kursiv hervorgehoben

+++ KEINE MESSEN MEHR IM WUPPERBOGEN +++ ABSAGE ALLER VERANSTALTUNGEN UND GRUPPENTREFFEN IM WUPPERBOGEN +++
+++ SCHLIESSUNG DER PFARRBÜROS ST. ELISABETH, ST. MARIA MAGDALENA UND ST. RAPHAEL FÜR DEN PUBLIKUMSVERKEHR +++
+++ SCHLIESSUNG UNSERER KITAS, DER OFFENEN TÜR UND DER ÜBER-MITTAG-BETREUUNG +++

Passionszeit

Am Sonntag begann die offizielle Passionszeit.

Wenn wir das Wort Passion hören, denkt wohl ein jeder zugleich an Leiden, Schmerzen, Kreuzweg und Tod.

Doch, Gott sei Dank, besitzt das Wort Passion im Deutschen noch eine weitere Bedeutung: leidenschaftliche Liebe!

Diese leidenschaftliche Liebe ist es, die uns gerade in der Karwoche begegnet.

Gottes „Spleen“ ist die Liebe zum Menschen – ihn kann er leiden! Jemanden „leiden können“, heißt aber, ich liebe dich so sehr, dass ich bereit bin für dich Leiden auf mich zu nehmen.

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet ist für mich die Passionszeit, und speziell die Karwoche, stets eine „hohe Zeit der Liebe“!  Nicht umsonst bezeichnen wir das Kreuz Christi als Zeichen Seiner größten Liebe!

Zwei gehen nach Emmaus

Wer die derzeitige Lage mit aufmerksamen Augen, Herzen und wachem Verstand verfolgt, bei dem wächst die Erkenntnis:
Derzeit ist an längere Vorausplanung nicht zu denken!

Eigentlich sind wir es gewohnt mit dem Terminkalender den Tag zu gestalten, unsere Feiern im Vorfeld langfristig gut zu organisieren und zu planen und die vielen Kontakte zu pflegen, indem wir uns regelmäßig treffen.
Die Pandemie macht uns schmerzhaft bewusst, dass es auch ein Leben ohne längere Lebensplanung zu geben scheint.

Das betrifft besonders diejenigen, die sich nun fragen, wie es wirtschaftlich weitergehen wird. Das spüren die, die in den systemrelevanten Bereichen arbeiten und die sich darum Gedanken machen, ob sie sich auch in den nächsten Wochen angemessen werden schützen können. Ältere und gefährdete Menschen machen sich Gedanken, weil derzeit nicht sicher ist, wann sie ihren Kindern und Enkeln oder auch nahen Verwandten und Bekannten das nächste Mal werden begegnen können.

Liebe Schwestern und Brüder,

das Erzbistum Köln will durch Befragungen per Telefon und auf postalischem Weg herausfinden, an welchen digitalen Gottesdiensten Christen während der Corona-Krise teilnehmen. Von besonderem Interesse sind hierbei besonders die Heiligen Messen von Papst Franziskus im Gästehaus Sancta Martha und die vielen Gottesdienste aus den deutschen Kathedralkirchen. Grundlage für diese Erhebung ist eine kirchenrechtliche Regelung, wonach nun geprüft wird, ob die Sonntagspflicht auf digitale Medien ausgeweitet werden soll. Einer anonymen Quelle nach wollen viele Bischöfe wissen, wie viele Leute mit ihnen feiern und welcher Gottesdienst (Uhrzeit, Prediger) bei den Christen im deutschen Sprachgebiet am besten ankommt. Die Bistümer sind sich dieser Mammutaufgabe bewusst und wollen trotzdem weder Kosten noch Mühen scheuen und in der ersten Phase der Erhebung auch das deutschsprachige Ausland mit einschließen.

In den vergangenen Tagen habe ich mehrmals gelesen, wie wichtig es ist, Routinen in den Alltag zu Corona-Zeiten einzubauen: Um dem Tag eine Struktur zu geben, um in Bewegung zu bleiben, um nicht total zu ‚versumpfen‘. Zu meiner täglichen Routine ist seither eine Jogging-Runde geworden. Die Zeit, die ich sonst morgens im Auto auf dem Weg von Bochum nach Wuppertal verbracht habe, verbringe ich nun – da ich von zu Hause aus arbeite – in Laufschuhen an der frischen Luft.

Eine meiner Jogging-Runden führt mich dabei durch einen kleinen Schrebergarten in unmittelbarer Nähe zum Förderturm des Deutschen Bergbaumuseums. Dort lief ich kürzlich an einer Mutter mit ihrem kleinen Sohn vorbei, die dort spazieren gingen. Der Junge lernte scheinbar gerade das Zählen zweistelliger Zahlen: „Vierzig, vierzig-und-eins, vierzig-und-zwei…“ „Nein“, unterbrach ihn seine Mutter. „Das heißt ‚ein-und-vierzig, zwei-und-vierzig…‘.“ „Hä, warum?“ fragte ihr Sohn.

Eine ermutigende Botschaft von Frere Alois, Taizé

Die derzeitige Zeit der Kontaktsperre und der Abschottung bringt es mit sich, dass auch ich viel mehr Zeit in meinem kleinen Apartment in der Meininger Straße verbringe. Inzwischen schaffe ich es, mich fast jeden Abend mit dem Jugendzentrum Johannes Paul II in Sarajevo und im Gebet mit der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé zu verbinden.

Per Internet bekomme ich so Nachrichten von Menschen, die an verschiedenen Orten auf der Welt vor der gleichen Herausforderung stehen. In den Zeiten der Globalisierung sind wir nicht allein, wir sind, wie Frere Alois es sagt, „von allen getrennt, und doch mit allen vereint.“

Liebe Mitchristen im Wupperbogen und darüber hinaus,

am heutigen Sonntag möchte ich mit Ihnen Gottesdienst feiern, wenn auch getrennt, so doch gemeinsam.

Um 12 Uhr werde ich den folgenden Gottesdienst feiern und lade sie ein, dies mit mir zu tun, zur gleichen Zeit, am eigenen Ort.

Das Gebet kennt keine Grenzen und es kennt auch keine Trennung - es möchte verbinden und Gemeinschaft spürbar werden lassen!

Wer die Melodien der beiden Lieder nicht auswendig kennt, für den findet sich jeweils am Ende der Liedtexte ein Link zu einem YouTube-Video - beten und singen wir gemeinsam!

Ihr

Pastor Martin Schlageter

Er verbarg sich und er verbarg sich doch nicht!

Für uns Christen ist das Kreuz sehr bedeutsam und ich kenne viele Gläubige, denen ihr Kreuz in der eigenen Wohnung ganz wichtig ist. Viele haben auch zum Altarkreuz in der Heimat-Pfarrkirche seit ihrer Kindheit eine besondere Beziehung.

Doch wer in den kommenden Tagen eine offene katholische Kirche zum Gebet aufsuchen kann oder über die Medien die Heilige Messe mitfeiert, sieht wie die Kreuze verhüllt sind. Dies hängt mit dem morgigen 5. Fastensonntag (früher auch „Passionssonntag“ genannt) zusammen. Dieser Sonntag markiert eine weitere Phase der Fastenzeit. Mancherorts sind bereits Kreuze oder Hochaltäre seit Aschermittwoch durch die Hungertücher verdeckt, wie z.B. auch in unseren Kirchen. So hat vor allem das derzeitige Hungertuch viele, auch evangelische Christen, sehr angesprochen.

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