Miteinander leben im Wupperbogen Ost
St. Elisabeth und St. Petrus - St. Maria Magdalena - St. Raphael / St. Paul
Lieber Besucher - Liebe Gemeinde,
fünfzig Tage dauert die Osterzeit, in welcher Sie und Euch dieses Grußwort jetzt erreicht.
So Lebens spendend und froh die Osterbotschaft vom Auferstandenen Herrn ist, es braucht Zeit, damit sich dieses Ereignis und das Leben, was uns allen damit geschenkt ist, sich ausbreiten und wachsen kann.
Auch die Jünger Jesu brauchen diese Zeit.
Fassungslos schauen sie in das leere Grab, noch nicht begreifend, dass sich mit dem Auferstandenen Herrn auch ihre Blickrichtung verändern muss. Gott ist der Unveränderliche. Für seine Jünger und damit auch für uns heißt es immer wieder: „Wir müssen uns verändern. – Haltet nicht fest an dem was war, hier geschieht etwas ganz Neues!“ Das ist die Botschaft des Auferstandenen Christus.
Auch für uns heute in einer sich rasend verändernden Zeit und gemeindlichen Entwicklung ist die Versuchung groß, nur in das „leere Grab“ zu schauen und vergangenen Zeiten nachzutrauern.
Gerade für das Heute gilt, wie es schon damals bei den Jüngern war, nicht stehen zu bleiben, sondern vertrauensvoll mit dem Auferstandenen Herrn in die Zukunft zu gehen. Die Versuchung der Jünger damals war es, bis zur Auferstehung mit Jesus zu gehen, aber nicht in das Danach. Denn dieses „Danach“ braucht den Mut, im Alltagsleben den Herrn zu verkünden und zu leben, auch wenn er nicht wie vorher als Sohn Gottes bei ihnen ist.
Die Frage, wie sich jetzt Kirche und Gemeinde des Herrn bilden kann, braucht ganz andere Ideen als vor der Auferstehung. In einem ersten Schritt dazu geht es, glaub ich, nicht darum mehr zu tun, sondern vielmehr wieder zu lernen, was es heißt, auf Gott zu hören und IHN mit seiner Kraft in unserem Alltag geschehen zu lassen.
„Hier geschieht etwas ganz Neues!“, vielleicht macht uns das Neue unserer Zeit auch erst einmal Angst und wir schauen lieber auf das Vergangene. Aber er, der Auferstandene Herr ist es, der auch heute in unserem Alltag und in seiner Kirche wirkt. Wir brauchen keine Angst vor der Veränderung zu haben, solange wir der Sehnsucht unseres Herzens folgen, beim Herrn zu sein, im Gebet, bei der Arbeit, in unseren Gemeinden und Familien.
Im Erbarmen und im Heilen hat der Herr uns auf Erden seine Vollkommenheit gezeigt.
Deswegen ist es gerade der Auferstandene Herr, der uns zuruft: „Wenn ich, Dein Gott Dich mit so viel Liebe anschaue, wie viel mehr darfst Du Dich selbst mit Liebe sehn und Dir und anderen gegenüber gütig sein.“
Unser „Heute“ und auch die Entwicklung unserer Gemeinden und der Kirche ist vom Auferstandenen Herrn gesegnet und geführt, davon bin ich fest überzeugt. Vielleicht müssen wir in dieser Zeit neu lernen, was es heißt, dem Herrn zu vertrauen.
Strukturen, auch in der Gemeinde, verändern sich, der Herr bleibt der Unveränderliche, der seine Herde nicht verlässt, sondern uns ermutigt, nach vorne zu schauen und vollen Mutes in die Zukunft zu gehen, weil ER, der Herr, dort schon auf uns wartet. In diesem Glauben wird ER groß und so manches, was uns an der Struktur Sorge macht, wieder klein. Wer zum Auferstandenen Herrn betet, gibt dem Licht Raum und unsere Kirche ist und bleibt ein Ort, in welchem das Licht zur Sprache kommt.
Es liegt an uns, ob ich nur dem Dunkel und der Unzufriedenheit im Leben und der Kirche Raum gebe, und damit beim leeren Grab stehen bleibe, oder dem Licht.
Wer in seinem Leben nur der Dunkelheit Raum gibt, muss immer damit kämpfen. Folge ich aber dem Auferstandenen Herrn nach Galliläa, wo ER schon auf mich wartet, fängt etwas ganz Neues an: Sein Licht wird uns allen helfen nicht nur in Problemen, sondern in Lösungen zu denken und zu handeln!
Dazu wünsche ich uns allen viel Mut und besonders unseren Erstkommunionkindern, aber auch uns allen, lichtvolle Osterwochen!
Ihr
Pfarrer Benedikt Schmetz
und das Wupperbogen-Ost Team
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